Wir schreiben das Jahr 1983 - 1984

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Zunächst war das Stammhaus in Japan nicht so begeistert von der Idee einen leichten Sportwagen (LWS) zu entwickeln. Es verschwanden sogar Untersuchungen der Mazda Nordamerika (MANA) in den Archiven. Auf einer Reise traf Shunji Tanaka (Chefkonstrukteur von Mazda) mit Shigehori Fukuda (Manager der Produktplanung und Forschung in Amerika) sowie Bob Hall zusammen.
Auf einer gemeinsamen Autofahrt unterhielten sich die drei Männer über den „LWS“.
Fukuka meinte später: „Aus diesen fünf Stunden Fahrt wurden 3 Jahre Arbeit“.
Unter dem Namen „Offline, Go, Go“ ließ Mazda im November 1983 ein Programm anlaufen, ein Projekt mit bescheidenem Budget innerhalb der technischen Organisation. Es war ehrgeizig und kühn von Mazda, innerhalb nur eines Jahrzehnts zwei Sportwagen – den neuen RX-7 und den MX-5 zu entwickeln und zu vermarkten.
Generaldirektor Michinori Yamaguchi, betraut mit Produktplanung und Entwicklung, ernannte für das LWS-Vorhaben, mit hausinternem Code P729, Chefingenieur Masakatsu Kato zum Projektleiter.
In Japan und USA fiel gleichzeitig die Startflagge für das Projekt. Die Styling-Division in USA wurde von Shigenori Fukuda geleitet, dem der talentierte Mark Masao Yagi zur Seite stand. Bob Hall konnte den begabten jungen Konstrukteur Mark Jordan anheuern. Ein Jahr später kam Tsutomo „Black“ Matono, ein weiterer erstklassiger Konstrukteur, in den Betrieb nach Irvine, Kalifornien. Matano erreichte bei Fukuda, daß ein geeignetes Studio, in dem Tonmodelle in Originalgröße gebaut werden konnten, eingerichtet wurde.

Die ersten Entwürfe:

Oichi Sato, der von Hiroshima in das Tokio-Studio übersiedelte, hatte nicht diesen Luxus. Sato und sein Kollege und Konstruktuer Hideki Suzuki mussten sich mit einem Raum, der 6 mal 2,5 Meter maß, zufrieden geben. Yamaguchi entschied, das beide Studios um Konzeption und Planung des P729 LWS wetteifern sollten. Zur Wahl standen folgende Lösungen:
 
FF Frontmotor/Frontantrieb (front-engine, front-wheel-drive)
FR Frontmotor/Heckantrieb (front-engine, rear-wheel-drive)
MR Mittelmotor/Heckantrieb (midship, rear-wheel-drive)
   
Das Studio in Tokio entschied sich für FF / MR, die MANA-Truppe für FR.
Im April 1984 trafen sich beide Teams in Hiroshima und legten ihre Entwürfe vor.